Definition
Als Schwarmspeicher bezeichnet man kleinere dezentrale Batteriespeicher, die über eine gemeinsame Steuerung zu einem virtuellen Großspeicher zusammengeschaltet werden. Jede Einzelanlage liegt meist im Bereich von einem bis wenigen Megawatt und wird an das Mittelspannungsnetz angeschlossen.
Bedeutung in der Praxis
Für Projektentwickler sind Schwarmspeicher attraktiv, weil sie deutlich kleinere Flächen und geringere Netzanschlusskapazitäten benötigen als Großbatteriespeicher. Vielerorts ist im Mittelspannungsnetz noch Kapazität vorhanden, während Umspannwerke für große Anlagen bereits ausgelastet sind.
Typisch sind Standorte auf Gewerbegrundstücken, Betriebshöfen oder Teilflächen von Industriearealen. Der Flächenbedarf liegt häufig bei wenigen hundert Quadratmetern — für Eigentümer also eine Nutzung von Restflächen, die sonst keinen Ertrag bringen.
Weil viele Standorte parallel entwickelt werden, ist die Flächenakquise der eigentliche Engpass. Projektentwickler brauchen laufenden Zufluss an Eigentümern mit Verpachtungsinteresse, nicht einzelne Standorte.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Schwarmspeicher von Großbatteriespeichern?
Die Anlagengröße und der Netzanschluss: Schwarmspeicher liegen meist im unteren Megawattbereich und werden ins Mittelspannungsnetz eingebunden, Großspeicher benötigen einen Anschluss am Umspannwerk oder in der Hochspannung.
Lohnt sich ein Schwarmspeicher auf kleinen Gewerbeflächen?
Häufig ja. Schon wenige hundert Quadratmeter Restfläche mit Netzanschlussnähe können ausreichen, um einen Standort wirtschaftlich zu verpachten.