Definition
Ein Batteriespeicher — im Projektgeschäft meist als BESS (Battery Energy Storage System) bezeichnet — ist eine stationäre Anlage aus Batteriemodulen, Wechselrichtern und Steuerungstechnik, die elektrische Energie aufnimmt und zeitversetzt wieder abgibt. Im Netzmaßstab werden solche Anlagen in Containerbauweise auf Freiflächen oder Gewerbegrundstücken errichtet und über einen eigenen Netzverknüpfungspunkt angeschlossen.
Bedeutung in der Praxis
Für die Projektentwicklung sind drei Größenklassen relevant: Gewerbespeicher im Bereich weniger hundert Kilowattstunden, Schwarmspeicher im unteren Megawattbereich und Großbatteriespeicher ab etwa zehn Megawatt. Je größer die Anlage, desto stärker entscheidet der verfügbare Netzanschluss über die Machbarkeit — nicht die Fläche.
Als Faustwert werden für Großbatteriespeicher rund 1.500 bis 3.000 Quadratmeter je zehn Megawatt Leistung benötigt, zuzüglich Flächen für Trafostation, Zuwegung und Brandschutzabstände. Industrie- und Gewerbegebiete sind deshalb besonders attraktiv: kurze Wege zum Umspannwerk, befestigte Zufahrt, planungsrechtlich meist unkritisch.
Wirtschaftlich leben Großspeicher heute vor allem vom Handel an den Strommärkten und von Systemdienstleistungen wie der Regelleistung. Für den Standortgeber bedeutet das: planbare Pachteinnahmen über 20 Jahre und mehr, ohne eigenes Investment.
Häufige Fragen
Wie viel Fläche braucht ein Batteriespeicher?
Für einen Großbatteriespeicher mit zehn Megawatt sind rund 1.500 bis 3.000 Quadratmeter üblich, inklusive Trafostation, Zuwegung und Abständen. Kleinere Schwarmspeicher kommen mit wenigen hundert Quadratmetern aus.
Was entscheidet über die Machbarkeit eines Speicherstandorts?
In erster Linie der Netzanschluss: Entfernung zum Umspannwerk, verfügbare Kapazität und die Rückmeldung des Netzbetreibers auf die Netzanfrage. Die Fläche selbst ist selten der limitierende Faktor.