Personal & Berufe

Elektromeister

Definition

Der Elektromeister hat die Meisterprüfung im Elektrotechnikerhandwerk abgelegt und kann dadurch einen Betrieb fachlich verantworten, Lehrlinge ausbilden und in die Handwerksrolle eingetragen werden. Im Energiesektor verantwortet er Inbetriebnahmen, Abnahmen und die fachliche Führung der Montageteams.

Bedeutung in der Praxis

Für PV- und Speicherunternehmen ist der Elektromeister die kritischste Rolle überhaupt: Ohne eingetragene Fachkraft fehlt die Grundlage für das Montagegeschäft. Fällt die Person aus, steht faktisch der Betrieb still.

Auf dem Arbeitsmarkt sind Meister kaum über Anzeigen erreichbar. Sie sind selbstständig, fest gebunden oder werden intern aufgebaut. Gewonnen werden sie über Verantwortung, Entscheidungsfreiheit und Perspektiven wie technische Leitung oder Beteiligung.

Übliche Gehälter liegen bei 60.000 bis 85.000 Euro, mit Leitungsfunktion darüber. Dienstwagen und Bonusmodelle sind Standard, nicht Verhandlungsmasse.

Häufige Fragen

Warum ist ein Elektromeister für PV-Betriebe so wichtig?

Weil die Eintragung in die Handwerksrolle an die Meisterqualifikation gebunden ist und damit die Voraussetzung für zulassungspflichtige Elektroarbeiten schafft.

Kann ein Elektromeister auch in Teilzeit eingebunden werden?

Ja, solche Modelle existieren — etwa als verantwortliche Elektrofachkraft mit reduziertem Stundenumfang. Die handwerksrechtliche Zulässigkeit sollte im Einzelfall geprüft werden.

Verwandte Begriffe